Gülle, Jauche, Dünger auf den Feldern – eine Gefahr für unsere Hunde

Welche Hundehalter kennt es nicht, die Gülle wird ausgefahren und die Hunde bekommen Probleme (wir Halter auch, wenn sie die Fellnasen darin gewälzt haben).
Einige Hunde reagieren mit allergischen Reaktionen und sogar mit Durchfällen und Vergiftungserscheinungen, wenn sie mit kontaminiertem Gras in Berührung gekommen sind.

Gülle ist also keine Lappalie für Hund und Halter

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Quaddelbildung durch Gülle

Wohnt man in solchen Gebieten kann man hier dem Hund relativ einfach helfen, indem man ihm nach jedem Spaziergang gründlich abduscht. Danach sind die Schadstoffe abgewaschen und dem Hund geht es schnell wieder gut

Wann darf der Landwirt überhaupt Gülle fahren?

Wann darf man keine Gülle ausbringen?

Wenn ein Landwirt Gülle auf seinen Feldern ausbringen möchte, muss er neben dem Nährstoffbedarf der Pflanzen ein paar andere grundsätzliche Regeln einhalten, die auch zur guten fachlichen Praxis beim Düngen gehören. Ziel ist, dass die Gülle schnell in den Boden eindringt, damit die gasförmigen Nährstoffverluste reduziert werden. Gleichzeitig sinkt die Geruchsbelästigung deutlich. Zusätzlich sollen die Nährstoffe schnell von den Bodenpartikeln (Ton- und Humusteilchen) gebunden werden können. Im Wurzelraum stehen die Nährstoffe den Pflanzen dann kurz- und mittelfristig zur Verfügung. Bei der Gülleausbringung muss gewährleistet werden, dass die Nährstoffe nicht ins Oberflächen- oder Grundwasser gelangen. Aus diesem Grund sagt der Gesetzgeber, dass bei folgenden Gegebenheiten keine Gülle, Jauche, Geflügelkot, Festmist, Kompost sowie stickstoff- und phosphathaltige Mineraldünger ausgebracht werden dürfen:

  • Der Boden darf nicht wassergesättigt sein. Ist er wassergesättigt, nimmt er kein weiteres Wasser mehr auf. Erkennbar ist dies daran, dass auf freier, ebener Fläche – nicht in den Fahrspuren! – Wasserlachen entstehen. Beim Kneten des Bodens in der Hand tritt Wasser aus den Poren.
  • Der Boden darf nicht überschwemmt sein.
  • Der Boden darf nicht durchgängig gefroren sein. Durchgängig gefroren ist der Boden dann, wenn er an einer Stelle des Feldes mehr als 10 cm tief gefroren ist und im Tagesverlauf oberflächlich nicht auftaut. Ist der Frost weniger als 10 cm tief eingedrungen, ist das oberflächliche Auftauen nicht erforderlich und es darf Gülle ausgebracht werden.

Abstandsregelungen zu Gewässern

Damit keine Nährstoffe aus der Gülle in einen Bach, einen Fluss, einen See oder einen Teich gelangen, muss der Landwirt einen Abstand von einem Meter zur Böschungsoberkante einhalten, wenn er ein Gerät zur exakten Ausbringung hat, ansonsten ist ein Abstand von drei Metern einzuhalten.

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Doch nicht nur die Gülle belastet unsere Hunde , sondern auch die oft sehr scharfen Düngemittel

Scharfe Düngemittel auf den Wiesen!

Alle 5 Jahre müssen Landwirte Bodenproben einschicken, dort wird überprüft, welche Nährstoffe dem Boden fehlen.

Nach Vorgabe gibt der Landwirt dem Boden Mineraldünger, Kalk und ähnliches dazu, um die Defizite auszugleichen.

Diese Dünger bleiben wochenlang auf den Wiesen liegen, weil sie extrem langsam abgebaut werden, damit sie nicht in das Grundwasser gelangen sollen

Sollten eure Hund sich nach Spaziergängen plötzlich wie verrückt die Pfoten schlecken, nervös herum laufen oder Quaddeln, kleine Eiterpickel und ähnliches bekommen, liegt es sicherlich daran.

Hier hilft Essigwasser!

Die Düngemittel sind stark alkalisch, somit kann man sie mit Säure neutralisieren.

Die Hunde nach dem Spaziergang mit lauwarmen Essigwasser gründlich spülen, besonders die Pfoten, dort die Zwischenräume der Zehen ordentlich waschen.

Diese Wiesen sollten mindestens 6 Wochen gemieden werden.