Aufzucht

Keine Chemie, keine Impfungen, kein Trockenfutter

Keine Chemie, keine Wurmkuren, keine Impfungen, keine kommerziellen Hundefutter!

Meine Welpen werden innerhalb der Familie geboren und wachsen auch dort auf.
Die ersten Wochen bekommen sie wie alle Welpen Muttermilch.

So früh wie möglich biete ich meinen Zwergen Rohfutter an. Manchmal übernimmt das auch die Mutterhündin, die das Fleisch angedaut ihren Welpen vorwürgt.


4-5 Wochen

In diesem jungen Alter (es gibt natürlich immer mal Unterschiede) fangen die Welpen langsam an, sich für feste Nahrung zu interessieren.
Da auch diese kleinen Raubtiere Zähne haben, sollten sie diese auch nutzen dürfen bzw. gleich lernen, wie sie diese nutzen können, anstatt ihnen irgend einen Brei vorzusetzen. Auch im Zahnwechsel ist dies besonders hilfreich.

Am besten geeignet ist Hühnerbrust mitsamt der Knochen. Diese sollte ein wenig eingeschnitten werden, damit die Welpen was zum Reinpacken haben.
Sie werden sicher zu Anfang noch nicht schaffen, die Knochen zu fressen, und wenn nur kleine Teilchen, das macht aber nichts weiter, sie bekommen ja auch noch zusätzlich ihre Muttermilch. Das ist erstmal das Einzige, was sie bekommen sollten.

Sobald die Welpen in der Lage sind, die gesamte Brust mit den Knochen zu fressen, sollten nach und nach weitere Fleischsorten zugefügt werden. Dabei sollte das Hauptaugenmerk aber auf rotem Fleisch liegen, also Rind, Schaf, Wild etc.
Welpen kommen im Allgemeinen sehr gut mit Futterwechsel klar.
Wenn nach ein paar Wochen alles in Ordnung ist, können langsam kleine Mengen an Organen zugefügt werden.
Ganz zum Schluss dann bei Bedarf das Fischöl.
3-4 Mal am Tag Futter anbieten. Es ist von Welpe zu Welpe unterschiedlich; es gibt auch in diesem Alter Welpen, die nur zweimal am Tag Futter benötigen.



8-12 Wochen

Am besten zuerst mit Hühnerbrust, Hühnerflügel (damit sie auch Knochen bekommen) füttern. Rippen sind auch fressbar von Welpen, auch da kann es helfen erstmal ein wenig ins Fleisch reinzuschneiden.
Wenn nach wenigen Tagen alles passt, d. h. der Kot nicht zu weich wird, können auch hier weitere Proteinquellen hinzugefügt werden sowie vorsichtig die Organe (Leber, Niere, Milz, Herz) und bei Bedarf das Fischöl. Welpen sollten bis zu einem Alter von 4 Monaten 3- bis 4-mal täglich gefüttert werden. Kommt der Hund gut mir der Fütterung klar, können auch andere Fleischsorten wie Rind, Reh, Kaninchen angeboten werden. Eintagsküken können komplett gefüttert werden.



4-6 Monate

Bei älteren Welpen bzw. Junghunden sollte weiterhin Huhn gefüttert werden. Je nach Alter und Größe wieder mit Brust (Knochen drin) oder das ganze Huhn in passende Portionen geteilt. Je größer, desto besser, weil durch das Herrausreissen des Fleisches beim Zahnwechsel geholfen wird und die Zähne gepflegt werden. Evtl. sogar einfach ein komplettes Huhn hinlegen und wenn der Hund die passende Menge gefressen hat, dieses bis zur nächsten Mahlzeit weglegen. Wenn diese dann nach kurzer Zeit passenden Kot haben, genau wie bei den jüngeren Welpen nach und nach andere Proteinquellen zufügen.
Zum Schluss vorsichtig die Organe und bei Bedarf das Fischöl. Auch wenn es eklig klingt, sind auch Fell und Federn mit zu füttern.
2- bis 3-mal am Tag füttern reicht aus.


Der erwachsene Hund

Der erwachsene Hund frisst sich einmal quer durch das Tier. Klingt komisch, ist aber genau so gemeint. Nach dem Vorbild des Wolfes werden die Futtertiere mit Haut und Haaren verschlungen.
Rind, Wild (kein Wildschwein!), Hase, Schaf, Ziege, Schwein in Maßen, da es sehr fett ist, und wenn man weiß, woher das Fleisch kommt, Känguru, Bison, Büffel, Pferd, Geflügel (Huhn, Strauß, Wachtel, Eintagsküken, Stubenküken, Truthahn, Ente, Gans, Fasan, Taube...), Futtertiere wie Mäuse, Ratten etc. und was man noch so alles bekommen kann.

Knochen (nie ohne Fleisch, immer Knochen in Fleisch):
Für Katzen und kleine Hunde eignen sich vorwiegend Hühnerknochen, Hase, Kalbsbrust, dünne Rinderrippen, Ochsenschwanz.
Rinderknochen, vor allem Beinknochen, eben die großen Tragenden, können zu Mikrofrakturen in den Zähnen eurer Vierbeiner sorgen.
Einmal täglich - wenn man Knochen liegen lassen kann, dann kann der Hund auch häufiger am Tag daran nagen, auch wenn das Fleisch bereist abgenagt ist.



Bei Welpen nimmt man als Grundlage erst mal 2-3 % des Idealgewichtes des ausgewachsenen (!) Hundes, bei sehr kleinen Rassen evtl. 3-4 %.
Das kann man aber immer noch anpassen, wenn man merkt, es ist zu viel oder zu wenig.
Bitte nicht unbedingt gleich mit den 10 % anfangen, lieber etwas verhalten, bei großen Rassen lieber mit den 4-5 % anfangen, bei kleineren und agileren Rassen
evtl. mit 5-6 %. Man kann immer noch die Menge nach oben setzen, wenn man merkt, es reicht nicht.
Zu viel auf einmal zu füttern kann aber zu Durchfall führen, wenn die Welpen das nicht von Anfang an gewöhnt sind, also besser etwas konservativer anfangen.

Auch bei Welpen gilt, man sollte die Rippen leicht ertasten können, wenn das Tier gerade neben einem steht. Auch wenn das Einheitsbild inzwischen pummelige, kleine Flauschewelpen zeigt, ist das weder gesund, noch ratsam, wenn man spätere Gewichtsprobleme und damit verbundene Krankheiten vermeiden möchte.  
Beispiel:
Von dieser Gesamtmenge sollten 80 % Fleisch sein, das inkludiert Fette (15-25 %), Sehnen, Knorpel, Herz, Magen, Lunge etc., 10 % essbare Knochen
(bitte das Dokument "Was sollte nicht gefüttert werden" beachten!), 5 % Leber und 5 % andere ekretierende Organe wie Niere oder Milz.

Als Beispiel: Gehen wir von einem Welpen aus dessen zu erwartendes Gewicht 30 kg ist.
Dann müsste er, wenn wir 2 % zu Grunde legen, 600 Gramm Futter pro Tag bekommen.
Davon sollten dann 480 Gramm Fleisch sein, 60 Gramm Knochen, 30 Gramm Leber und 30 Gramm andere Organe. 

Dabei ist zu beachten

Dabei ist zu beachten, das sind Circa-Angaben. Das Beutetier eines Wolfes ist ungefähr so aufgebaut. Jedoch sollte man bei Welpen, besonders den großen Rassen, darauf achten, dass Welpen nicht zu viele Organe und Knochen bekommen, zu wenig aber natürlich auch nicht. Wie gesagt die 10 % sind jeweils optimal.

Hauptaugenmerk sollte wie gesagt auf viel rotem Fleisch liegen: Rind, Schaf, Wild (kein Wildschwein!), Pferd etc. Je weiter vom ganzen Beutetier entfernt, desto wichtiger ist Varietät, sowohl in der Proteinquelle selbst als auch in den Körperteilen, die gefüttert werden, da alle Nährstoffe in unterschiedlichsten Zusammensetzungen bieten. 3-4 Proteinquellen sollten es mindestens sein.
Einmal vertragen, können diese zusammen in einer Mahlzeit, an einem Tag oder auch an unterschiedlichen Tagen gefütterten werden. Neue Fleischsorten, auch wenn es ein anderes Körperteil des gleichen Tieres ist, besonders bei empfindlichen Tieren immer vorsichtig einführen.
Sobald der Welpe sowohl mehrere Sorten Fleisch, als auch Organe ohne Probleme frisst und du nicht in der Lage bist, hauptsächlich Wild oder grasgefüttertes Rind etc. zu füttern, sollte reines Fischöl supplementiert werden, da in Mastfleisch inzwischen zu viel Omega-6 enthalten ist und zu wenig Omega-3. Dieses Ungleichgewicht bringt man mit dem Fischöl wieder in Ordnung. Es sollte aber reines Körperöl sein, also kein Tran, keine Inhaltsstoffe wie Soja, Vitamin E, Tocopherole oder Rosmarinöl enthalten sein. Die genaue Menge steht entweder auf der Packung, ansonsten bitte unter "Supplemente" schauen. Bitte auf keinen Fall mit Calcium supplementieren! Oder generell Supplemente zufüttern mit Ausnahme von Fischöl.

Quelle: Judith Tubbesing - Betreiber: Forum für Prey Model Raw.

Nun wollen Sie sicher einen Ansprechpartner, der Sie auf Schritt und Tritt berät! Dann kommen Sie in das kostenlose Forum und informieren Sie sich: http://www.preymodelraw.de/


(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken